Prakāśa

Das Licht des Bewusstseins

[pra- + √kaś scheinen, strahlen; das Licht]

 

„Alles was stattfindet, alles was ich kenne und erfahre,
ist involviert in die Aktivität des Bewusstseins.“

Sinne darüber nach!

Da alles was ist das Bewusstsein ist,
so ist alles was Du erkennst nur das Bewusstsein, das reflektiert.

„Kannst Du das Gesehene von dem Sehen trennen?“

„Ist das was wir erfahren getrennt vom Bewusstsein?“

„Können wir irgendetwas von seiner Erfahrung an sich separieren?“

Es gibt eigentlich keine Objekte außerhalb der Wahrnehmung,
... eigentlich nehmen wir nur „Wahrnehmung“ wahr.

Realisiere, das alles was stattfindet involviert ist, in die Aktivität des Bewusstsein.


Bewusstsein ist Wahrnehmung!



Nichts kann außerhalb des Bewusstseins liegen, da alles durch das Bewusstsein erkannt wird.
Erkenne, das alles innerhalb dessen stattfindet, was wir Bewusstsein nennen!



Licht ist nicht abhängig,
von dem was es beleuchtet.

„So wie eine Reflexion den Spiegel nicht verändert, so verändert die Welt Śiva nicht.”



Da alles Bewusstsein ist, so ist alles, was Du erkennst nur das Bewusstsein, das reflektiert.

Es ist sich bewusst, was in ihm scheint.
Wir sagen, „ah, es scheint mir.“ 



Es gibt nichts, was nicht ein Objekt des Bewusstseins ist, nichts, was nicht vom Bewusstsein gekannt wird.


Alles kommt durch den Vorgang des Wissens zum Vorschein. In mir ist Wissen, denn das Bewusstsein weiß.


Bewusstsein summiert alles was wir Erfahrung nennen.



Alles was wir wahrnehmen können ist aktiv wegen der Existenz dieses einen universellen Bewusstseins, und dieses universelle Bewusstsein ist letztendlich die Summe von allem.



Es ist die essenzielle Wesenheit von Allem,
die dynamische Verbindung zwischen allem was ich kenne
und allem was ich erfahre.



Alles was stattfindet ist die Erfahrung dessen oder das Wissen darum
und immerzu ist das Bewusstsein involviert.


Bewusstsein ist der Prozess „des Sich-bewusst-Werdens“.

Bewusstsein ist der Prozess des „Bewusst-Bleibens”.

Die Seele ist der Zustand eines bewussten Seins
und die Aktivität innerhalb des Bewusstseins ist die Gewahrsamkeit.


Du selbst bist die Gewahrsamkeit, welche alles trägt!




„Die Seele ist das Bewusstsein.“

(Śivasūtra I.1)




Dieses Bewusstsein ist das Selbst, die Seele,
… und es gibt nur ein Selbst, eine Seele, ein Bewusstsein.


Es ist das Bewusstsein, welches uns an Vergangenes in der Gegenwart erinnern lässt, es verknüpft alle Erfahrung, auch Vergangene, in das Ereignis des Gegenwärtigen.

Bewusstsein ist ohne Reihenfolge – Buchstaben aber sind es!

Es verknüpft einen Buchstaben mit dem nächsten, ein Wort sinnvoll mit dem nächsten. Das Bewusstsein ist zeitlos und verbindet Vergangenes mit dem Gegenwärtigen und vermittelt uns somit das – was wir Leben nennen.

Das Bewusstsein besitzt die Fähigkeit die Bedeutung von Worten und Sätzen zu erkennen, denn Bewusstsein versteht Sprache,
Bewusstsein ist Sprache.

Sprache basiert nicht nur auf dem Bewusstsein, sie ist Bewusstsein.

Das Ding Buch und das Wort Buch sind das selbe,
da sie innerhalb des Bewusstseins gehalten werden.

 

Schau Dir das Bewusstsein an,
die Art und Weise wie es funktioniert!
Es betreffen diese Unterweisungen den Urgrund von allem.

Sie führen uns von Einzelteilen des Betrachtens zu Universalitäten, führen uns zum Ganzen.

Du bist die Gewahrsamkeit, welche alles trägt.

„Ich bin überall, alles ist in mir. Ich nehme die ganze Welt via meiner Gewahrsamkeit wahr, aus diesem Grund ist meine Gewahrsamkeit überall.“


„Wo auch immer Deine Gedanken hingehen, ob nach Außen oder nach Innen, überall ist der göttliche Zustand zu finden, denn alles ist von Bewusstsein durchdrungen, wohin könnten sie gehen, wo es nicht ist.”

(Vijñānabhairava  116)


 


„Alles ist Bewusstsein.”

Realisiere dies,
sei dir dessen gewahr,
entwickle zunehmend diese Gewahrsamkeit in Deinem Leben!

„Alles ist Gott.“ Verehre Ihn!


 

 

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